Newsbeitrag

1. Preis für Herrn DI Dr. Herbert Krampl

Fahrzeugverband-Jubiläumsstiftung 2013

Am 21. Juni 2013 zeichnete der Fachverband der Fahrzeugindustrie Österreichs zum 29. Mal für die Industrie wertvolle Diplomarbeiten und Dissertationen aus. Dabei wurden 13 Preise im Gesamtwert von 36.000 Euro an Absolventinnen und Absolventen der Technischen Universitäten Wien und Graz sowie der Montanuniversität Leoben und der Johannes Kepler Universität Linz vergeben.

Herr DI Dr. Herbert Krampl hat bei dieser Verleihung den 1. Preis für seine Dissertation „Numerische und versuchstechnische Beurteilung geschmierter Kontakte inhomogener Werkstoffe“ erhalten. Diese Dissertation wurde im Rahmen des COMET K2 Projekts A6.8 „Advanced models and simulation methods for the assessment of mechanical engineering components subjected to fatigue and lubricated contact loading“ verfasst.

Seine ersten praktischen Erfahrungen als Maschinenbauer sammelte Herr Krampl als Konstrukteur bei Inteco Special Melting Technologies.

Im Anschluss daran begann er im Wintersemester 2004 sein Studium Montanmaschinenbau an der Montanuniversität Leoben. In seiner Bakkalaureatsarbeit, welche das Betriebsverhalten von Zylinderlaufflächen von PKW-Motoren zum Thema hatte, entdeckte er im Zuge der Entwicklung einer Simulationsmethode für Hüllkurven bei berührenden Rauheitsmessverfahren sein Interesse für die numerische Berechnung.

Nach bereits mehrjähriger Tätigkeit als studentischer Mitarbeiter am Lehrstuhl für Allgemeinen Maschinenbau begann er im Jahr 2009 seine Diplomarbeit. Diese befasste sich mit einer umfangreichen Machbarkeitsstudie bezüglich der numerischen Schmierfilmberechnung konformer sowie kontraformer Kontakte in tribologischen Anwendungen mithilfe kommerzieller Softwarepakete. Es war diese Arbeit, welche den Grundstein für seine weitere Tätigkeit im Bereich der Schmierfilmsimulation legte und einen wesentlichen Anteil am Aufbau einer Kompetenz in diesem Gebiet hatte.

Aufbauend auf den Ergebnissen der Diplomarbeit behandelte er im Zuge seiner Dissertation die detaillierte numerische Abbildung der physikalischen Vorgänge im Schmierspalt tribologischer Kontakte. In den folgenden zweieinhalb Jahren entstand neben einer Zweischeibenprüfmaschine für Traktionsmessungen im geschmierten Kontakt eine Vielzahl von Berechnungsmodellen für maschinenbaulich relevante Kontaktsysteme. Anfangs noch als strategisches Projekt mit dem Ziel Grundlagen zu schaffen, avancierte sich die so am Lehrstuhl etablierte tribologische Numerik zu einem eigenen Fachgebiet, an welchem mittlerweile namhafte Firmen- und Forschungspartner Interesse bekunden.

Wir gratulieren Hr. DI Dr. Krampl herzlich zu dieser Auszeichnung.