Newsbeitrag

Die erste nanoFIS 2014 Konferenz in Graz:

Ein durchschlagender Erfolg!

Die zum ersten Mal abgehaltene Konferenz “Functional Integrated nano Systems - nanoFIS 2014” lockte 145 Teilnehmer aus 26 Nationen vom 3. bis 5. Dezember 2014 nach Graz. Die nanoFIS 2014 Konferenz beleuchtete neueste Entwicklungen in der Mikro- und Nanoelektronik - mit 250.000 direkt Beschäftigten einer der wichtigsten Industriezweige in Europa und DER Innovationsmotor der europäischen Wirtschaft! Die nanoFIS 2014 wurde vom Materials Center Leoben Forschung GmbH (MCL), einem der führenden österreichischen Forschungsunternehmen in der Materialentwicklung und –technologie, und der Firma Techkonnex (High-Tech Promotion, Organisator von Hightech-Events, Konferenzen und Workshops) gemeinsam veranstaltet.

Zur ersten nanoFIS Konferenz konnten Forscher von Weltruf nach Graz geholt werden. Prof. Zhong Lin Wang vom Georgia Institute of Technology, Atlanta, USA, der weltweit zu den Top 5 Wissenschaftlern der Nano-technologie zählt, berichtete über die Zukunft der Energiegewinnung mittels neuester Errungenschaften der Nanotechnologie. Mit Prof. Jong Min Kim (der frühere Senior Vice President der Technologienentwicklung bei Samsung ) von der Universität Oxford konnte als Key Note Speaker gewonnen werden, der einen visionären Ausblick auf die Zukunft der Konsumelektronik in 2050 gab, in der 3D-TVs und Smart Phones, die Düfte verschicken und unseren Gesundheitszustand messen können, eine Selbstverständlichkeit sein werden. Prof. Lars Samuelson von der Universität Lund in Schweden, einer der großen Pioniere der Nanotechnologie, zeigte eindrucksvoll, wie Forschungsergebnisse der Nanoelektronik bereits jetzt neue Arbeitsplätze schaffen. Start-Up Unternehmen in Schweden produzieren winzige Nanostrukturen serienmäßig im industriellen Maßstab und verwenden diese zur Herstellung neuartiger Solarzellen und LEDs.

Im Rahmen einer Podiumsdiskussion mit dem Titel "Airbus of Chips – Feasible European Reality or Science Fiction?”, die von Michael Wiesmüller vom BMVIT moderiert wurde, diskutierten hochrangige Experten angesichts der übermächtigen Konkurrenz in Asien die Zukunftsperspektiven für die europäische Mikro- und Nanoelektronik. Diese soll nach dem Vorbild der europäischen Luftfahrtindustrie, welche mit dem gemeinschaftlich entwickelten Airbus die amerikanische Konkurrenz Boeing überflügelte handeln. Jong Min Kim (University of Oxford), Zhong Lin Wang (Georgia Institute of Technology), Willy van Puymbroeck (Europäische Kommission), Martin Schrems (ams AG) und Livio Baldi (Micron Semiconductors Italia) stimmten überein, dass Europa bei der Entwicklung von neuen multifunktionellen Mikrochips und Smart Systems weltweit noch eine Führungsposition innehat. Diese müsse aber in den nächsten Jahren durch große, gemeinsame Entwicklungsprojekte weiter ausgebaut werden, wodurch zahlreiche hochwertige Arbeitsplätze in Europa geschaffen werden könnten.

In der Steiermark wird bereits kräftig daran gearbeitet: So entwickelt das MCL in Leoben gemeinsam mit dem Mikrochiphersteller ams AG mit Sitz in Unterpremstätten Umweltsensoren zur Luftgütemessung, mit welchen bald die Feinstaubbelastung gemessen werden kann – ein großes Thema in Graz und in vielen Großstädten weltweit. In wenigen Jahren sollen die ersten Smartphones mit diesen neuartigen Chips auf den Markt kommen.