Newsbeitrag

Rückblick Hands-on Workshop on Excitations in Solids Employing the exciting code

Ab-initio-Codes, die Materialeigenschaften aus physikalischen Grundgesetzen ohne Verwendung experimenteller Eingangsgrößen berechnen, sind heutzutage ein unverzichtbares Werkzeug, um Materialwissenschaften an vorderster Front zu betreiben. Der in Leoben entwickelte exciting Code stellt eine moderne Ab-initio- Implementation dar, die sich durch besondere Zuverlässigkeit auszeichnet und für beliebige Materialien einsetzbar ist.

Vom 11.-17. November 2010 fand am Centre Européen de Calcul Atomique et Moléculaire (CECAM) in Lausanne der "HoW exciting - Hands-on Workshop on Excitations in Solids Employing the exciting code" statt. Organisiert wurde der Workshop von Frau Prof. Claudia Ambrosch-Draxl vom Lehrstuhl für Atomistic Modelling and Design of Materials der Montanuniversität Leoben (AMDM) in Zusammenarbeit mit Pasquale Pavone und Jürgen Spitaler vom Materials Center Leoben (MCL) und Clas Persson von der Königlich-Technischen Hochschule in Stockholm. Der Workshop bot jungen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern die Möglichkeit, die theoretischen Grundlagen des Ab-initio-Rechnens von hochkarätigen Experten aus dem Gebiet zu erlernen.

Nach einer praktischen Einführung konnten selbst verschiedenste Materialeigenschaften mit dem exciting Code am Computer berechnet werden. Dabei reichten die Themengebiete von einfachen Berechnungen der elektronischen Struktur über Gitterschwingungen, mechanische Eigenschaften und optische Anregungen bis hin zu thermodynamischen Eigenschaften. Unterstützt wurden die Teilnehmenden durch ein motiviertes Team von erfahrenen Tutoren des AMDM und MCL, die bei den Computerübungen helfend zur Seite standen. Durch die begrenzte Teilnehmerzahl gab es für die Teilnehmerinnen und Teilnehmer viele Gelegenheiten, sowohl mit dem Organisationsteam als auch mit den prominenten Vortragenden persönlich ins Gespräch zu kommen und so von deren Expertenwissen direkt zu profitieren. Das intensive Programm an Fachvorträgen, Tutorials und Hands-on- Computerübungen wurde abgerundet durch eine gemeinsame Bootsfahrt über den Genfersee, die einen lockeren Rahmen für einen Erfahrungsaustausch der Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Workshops bot. Insgesamt nahmen knapp 50 Forscherinnen und Forscher aus 11 europäischen Ländern, den USA, Japan und Mexiko am Workshop teil. Finanziell unterstützt wurde der Workshop von CECAM (http://www.cecam.org/), vom europäischen Netzwerk für die Ab-initio-Berechnung von Festkörpereigenschaften Psi-k (http://www.psi-k.org/) und von SIMNET Styria (http://www.simnet-styria.at/)